Berliner Therapiebegleithundeteam - zur Startseite

Katja Krauß

Tabellarisches

  • seit 1996: Ausbilderin, Geschäftsführerin und Mitbegründerin der Gesellschaft zur Resozialisierung und Erziehung von Hunden (GREH)
  • seit März 2001: Kleintier-Practitioner 1 nach der Tellington-TTouch®-Trainingsmethode
  • seit 2002: Tellington-TTouch®-Kleintier-Practitioner 2
  • seit 2008: Tellington-TTouch®-Kleintier-Practitioner 3 und Ausbilder von Tellington-TTouch-Hundetrainern im In- und Ausland
  • seit 1986: Erfahrungen in allen Bereichen des Tierschutzes, Pflegestelle besonders für auffällige Hunde
  • Seit 1988: Hundeausbilder und Hundeführer im Schutz- und Turnierhundesport, Agility und Flyball
  • Eigene Erfolge auf diversen Berliner, Brandenburgischen und Deutschen Meisterschaften, unter anderem Berliner Meisterin und VDH-Nadel in Bronze, Silber und Gold
  • seit 1992: Rettungshundearbeit bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
  • 1995 – 1996: Besuchsdienst beim Verein „Leben mit Tieren e. V.“
  • Seit 1996 „Clickertrainer“, Filmhundeausbilderin unter anderem für „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“, offizieller Rettungshundeausbilder beim THW
  • 1998: Einsatz als Rettungshunde- und Truppführerin des THW bei einer Gasexplosion in der Lepsiusstraße/Berlin
  • Seit 2000: Patentinhaberin für Hundeführgeschirr „Mambo“
  • Seit 2000: amtlich anerkannte Hundesachverständige für Berlin und Brandenburg und seither Überprüfung von mehreren hundert „Listenhunden“
  • Seit 2002: Ausbildung von Therapeuten in der Tiergestützten Therapie
  • Seit 2002: Welpenausbildung und Kinderkurse werden zu Schwerpunkten in der Arbeit der Hundeschule GREH
  • Seit 2002: Schimmelpilz-Spürhundausbilderin und -führerin
  • seit 2005: Expertin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)
  • 2006: Hundebuchautorin „Hunde erziehen mit dem Clicker“
  • 2006: Mitwirkung beim Buch „Tellington Welpenschule”
  • Seit 2007: Expertin für den Fernsehsender TierTV
  • 2008: Hundesachverständige in mehreren Fernsehshows
  • Seit 2008: internationale Referenten- und Ausbildungstätigkeiten in den Niederlanden, Österreich, Tunesien und Dubai
  • 2011: Hundebuch „Sicher in der Stadt”
  • Seit 2012: Organisatorin für Seminare mit Linda Tellington-Jones
  • Seit 2013: Schimmelpilz-Spürhundprüferin

Katja über sich selbst

Mit drei Jahren hatte ich meine Eltern endlich überredet, dass ich zum „Überleben“ unbedingt einen Hund brauchte. Im Tierheim hielten sie Ausschau nach dem passenden Familienhund. Dabei kamen sie auch an einem dunklen Zimmer vorbei, in das nur wenig Licht drang. Der Hund darin, ein kleiner schwarzer Mischling, hatte dem Pfleger zufolge bereits jeden gebissen. Es hieß, er sei bestimmt nicht für uns geeignet. Daraufhin wollte sich meine Mutter genau diesen Hund anschauen! Sie näherte sich ihm vorsichtig. Der kniehohe Mischling kam auf sie zu und ließ sich von ihr streicheln. Da war es um sie geschehen – am 20. März 1973 zog „Blacky“ bei uns ein.

Im Nachhinein betrachtet, traf meine Mutter ganz aus dem Bauch heraus eine interessante Entscheidung – und genau die Richtige für mich und Blacky! Er knurrte niemanden aus unserer Familie jemals auch nur an.

Da meine Freiheitsliebe schon immer sehr groß war, besuchte ich den Kindergarten nur, wenn ich dazu Lust hatte. Ich wuchs glücklicherweise in einem Dorf auf, in dem auch kleine Kinder sich frei bewegen durften. Mit meinem vierbeinigen Kumpel Blacky stromerte ich durch Wald und Flur. Ich ging mit ihm zum Spielplatz und lehrte ihn das Leiterklettern, das Rutschen und das Schaukeln. Zu Hause zog ich ihm Verbände an und spielte, dass er krank sei. Mit meiner heutigen Erfahrung als Hundeausbilderin von Agility bis Rettungsdienst weiß ich inzwischen, wie schwierig dies für Hunde und ihre Halter sein kann. Als kleines Kind nahm ich meine Trainingserfolge ganz selbstverständlich an. Ich bin mir inzwischen sicher, dass mir das „Hunde-Gen“ von meinen Eltern in die Wiege gelegt wurde.

Als meine Familie nach Berlin zog, fanden meine Eltern, dass ein Hund in der Stadt nichts zu suchen hätte. Daher beschäftigte ich mich einige Jahre lang ausgiebig mit allen anderen Tierarten: Hamstern, Meerschweinchen, Kaninchen, Mäusen, Degus und vielen Vogelarten, natürlich auch Katzen und Pflegehunden, die ich täglich ausführte. Mit 19 holte ich mir jedes Wochenende Hunde aus dem Tierheim, die über Nacht bei uns blieben. Mit Sascha, einer wunderschönen dreifarbigen Schäferhündin, ging das Leben ohne eigenen Hund dann endgültig zuende. Vorsichtshalber erzählte ich Zuhause, meine jüngeren Geschwister – denen weniger abgeschlagen wurde – hätten den Hund ausgesucht. Ich bot mich nur großherzig an, mich zu kümmern. Mit jedem Hund war der Abschiedsschmerz für mich schlimmer geworden. Die Hündin lief mit mir bereits nach ein paar Stunden ohne Leine. Sie war bildhübsch und intelligent. Bis heute kann ich mir nicht erklären, warum dieser Hund im Tierheim landete. Meine Strategie war am Ende erfolgreich. Meine Eltern ließen sich erweichen, und Sascha zog bei uns ein.

Kurze Zeit später besuchte ich meine erste Hundeschule in einem Hundesportverein. Schon dort bemerkte ich, wie häufig ich für andere die Sprache ihrer Hunde “übersetzte”. Ich sprach aus, was die Hunde “meinten” oder nonverbal “sagten”.

Da wir beide uns sehr geschickt anstellten, waren wir schon bald bei Berliner und Deutschen Meisterschaften dabei. Zwei Jahre später zog meine zweite Hündin ein. Da jeder Hund seine eigene Aufgabe haben sollte, begann ich mit der Rettungshundearbeit beim Technischen Hilfswerk, die uns zehn Jahre lang erfüllte.

Mitte der 90er Jahre begann ich, mich für die die Tiergestützte Intervention zu interessieren. Mit meinem damals dritten Hund, einem Schäferhund, nahm ich an einem Besuchshundeprogramm teil. Etwa zur gleichen Zeit gründete ich meine eigene Hundeschule und machte mit GREH, der Gesellschaft zur Resozialisierung und Erziehung von Hunden, mein Hobby zum Beruf.

2000 lernte ich Tania Gallardo kennen und schätzen. Sie schlug mir vor, gemeinsam eine Ausbildung für Tiergestützte Therapie zu entwerfen. Aus zunächst einzelnen Einführungsseminaren, die bei den Teilnehmern auf sehr positive Resonanz stießen, entstand die durchdachte Ausbildung.

Katjas Bücher

  • “Hunde erziehen mit dem Clicker”
    KOSMOS Verlag
    ISBN-13: 978-3440122068
  • “Sicher in der Stadt – Verkehrstraining für Hunde”
    KOSMOS Verlag
    ISBN-13: 978-3440122679