Berliner Therapiebegleithundeteam - zur Startseite

Ausbildungsvoraussetzungen

BeThe bildet Therapiebegleithundeteams aus, bestehend aus einem Menschen und seinem Hund. Um in die Kurse aufgenommen zu werden, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Der Zweibeiner muss eine Ausbildung im therapeutischen, pädagogischen oder medizinischen Bereich (z. B. in der Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Psychotherapie, Psychologie, Pädagogik, Heilerziehungspflege, als Arzt oder in einem vergleichbaren Beruf) abgeschlossen haben und uns dies belegen können. Sollten Sie sich noch in der Ausbildung befinden und sich trotzdem bereits für die BeThe-Ausbildung interessieren, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und fragen gesondert an.

2. Der Hund muss den BeThe-Eignungstest bestanden haben. Dabei gilt ein Mindestalter von sieben Monaten als Richtwert. Es sollte eine gute Bindung zwischen der Bezugsperson und dem Hund vorhanden sein. Das ist eine Basis für unsere Ausbildung. Beim Eignungstest beurteilen wir unter anderem die Offenheit, die Frustrationstoleranz und das Lernvermögen der Hunde. Es ist uns wichtig, dass der Hund sich für fremde Menschen interessiert und sich auf sie einlässt. Hunde, die zum Beispiel durch Aggressionen auffallen, eignen sich nach unserer Ansicht nicht zum Therapiebegleithund.

Folgende Fragen gehören zum Eignungstest:

  • Wie ist die Kooperation mit dem Halter?
  • Wie ist das Körpergefühl des Hundes?
  • Wie verhält sich der Hund in Alltagssituationen?
  • Welche Frustrationsgrenze hat der Hund?
  • Welche Lernbereitschaft zeigt der Hund?

Der Eignungstest kostet 80 Euro. Wenn Sie sich für die Ausbildung angemeldet haben, vereinbaren Sie möglichst rechtzeitig einen Termin mit Katja Krauß.

3. Für den Hund ist ein tierärztlicher Gesundheitsnachweis nach BeThe-Vorgaben über die Eignung zum Einsatz als Therapiebegleithund vorzulegen.

Wie allen Inhalten der BeThe-Ausbildung liegen auch dieser Vorgabe gründliche Überlegungen zugrunde. Denn nur ein gesunder Hund kann ohne Einschränkungen eingesetzt werden. Wir erleben immer wieder, dass uns beim Eignungstest Hunde als gesund vorgestellt werden. Doch beim Gesundheitsnachweis nach den BeThe-Richtlinien stellt sich heraus, dass der Hund doch gesundheitliche Beeinträchtigungen aufweist. Diese Beeinträchtigungen sind nicht offensichtlich und daher dem behandelnden Tierarzt und der Bezugsperson bis dahin nicht aufgefallen. Sie führen auch nicht automatisch dazu, dass der Hund nicht an der Ausbildung teilnehmen kann. In Absprache mit unseren Tierärzten und dem Halter legen wir vor der Ausbildung fest, unter welchen Bedingungen der Hund die Ausbildung mitmachen kann. Bei geringfügigen gesundheitlichen Auffälligkeiten kann der Halter selbst entscheiden, ob er mit diesem Wissen trotzdem an der Ausbildung teilnehmen möchte. Bei gravierenden Befunden lehnen wir allerdings – im Interesse des Hundes – eine Teilnahme ab.

Idealer Ablauf

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, mit Ihrem Hund und BeThe ein Therapiebegleithundeteam zu werden, dann gehen Sie am besten folgendermaßen vor:

  1. Anmeldeformular (PDF, 38kB) ausdrucken und ausgefüllt per Post an BeThe senden. Die Anmeldebestätigung wird zugesandt.
  2. Individuellen Termin für den Hunde-Eignungstest vereinbaren. Dafür nehmen Sie möglichst frühzeitig Kontakt zu Katja Krauß auf, Hundeschule GREH, Tel. 030 / 789 51 464, E-Mail greh@greh.de. Wir empfehlen, den Eignungstest acht bis zehn Wochen vor Ausbildungsbeginn durchzuführen. Zum Termin ist die Anmeldebestätigung vorzulegen.
  3. Nach dem Bestehen des Eignungstests erhalten Sie für Ihren Tierarzt das Formular für den folgenden Gesundheitsnachweis nach BeThe. Bei nicht bestandenem Eignungstest kann ohne weitere Kosten vom Vertrag zurückgetreten werden.
  4. Tierärztlicher Gesundheitsnachweis und Kastration oder LINK##: Zusatzvereinbarung für Halter nicht-kastrierter Hunde (PDF, 25kB).
  5. Das vom Tierarzt ausgefüllte Formular schicken Sie uns bitte spätestens eine Woche vor Beginn der Ausbildung zu oder bringen es uns zum Ausbildungsbeginn mit. Sollten sich gesundheitliche Beeinträchtigungen zeigen, die so gravierend sind, dass eine Teilnahme an der Ausbildung nach Rücksprache mit unseren Tierärzten nicht möglich ist, können Sie ohne weitere Kosten vom Vertrag zurücktreten.
  6. Die Überweisung der Ausbildungsgebühr ist bis spätestens zwei Wochen vor Ausbildungsbeginn vorzunehmen (siehe AGB § 8).
  7. Beginn der Ausbildung

Nicht kastrierte Hunde

Zusatzvereinbarung für Halter nicht-kastrierter Hunde (PDF, 25kB)

Unsere Erfahrung zeigt beständig, dass die Arbeit als Therapiebegleithund für kastrierte Tiere bedeutend einfacher ist. Wir empfehlen die Kastration, weil

  • wir Diensthunde ausbilden, die neben ihrem Job als Familienhund in dem beruflichen Umfeld der Bezugsperson eingesetzt werden sollen. Nach allen uns zur Verfügung stehenden aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es für den Hund gesünder und stressfreier, wenn er jung kastriert wird. Durch vielfache Erfahrung hat sich das Alter von 5-7 Monaten als gutes Durchschnittskastrationsalter erwiesen.
  • wir großen Wert darauf legen, dass uns die Hunde in der kompletten Ausbildung begleiten. Wird eine Hündin läufig, hätte dies den Ausfall eines Seminarblocks zur Folge. Zudem sind die Läufigkeit und auch die Zeit davor und danach für Hündinnen mit sehr vielen Emotionen verbunden, sodass sie nur bedingt einsatzfähig sind. Meistens ist die Hündin drei Wochen läufig, wird dann womöglich scheinträchtig und bekommt in nicht wenigen Fällen imaginäre Welpen. In einer solchen Situation wäre sie über mehrere Wochen nicht voll einsatzfähig und bräuchte selbst sehr viel Unterstützung.
  • Rüden sind praktisch das gesamte Jahr über „dauerläufig”. Auch wenn sie im Einsatz selten auf andere Hunde stoßen, so sind männliche unkastrierte Hunde bei jedem Spaziergang, also vor und/oder nach dem Einsatz, Stress ausgesetzt. Selbst wenn der Rüde nicht dazu neigt, sich mit anderen Rüden zu messen, wird er doch immer wieder von anderen unkastrierten Rüden “bedrängt”, vielleicht sogar angegriffen. Spätestens wenn eine Hündin in der Gegend läufig ist, plagen den potenten Rüden die Hormone.

Fazit: Wir sind davon überzeugt, dass die Kastration nicht nur für den Einsatz als Diensthund notwendig ist, sondern auch die Gesundheit der Hunde fördert. Unsere eigenen Familien- und Diensthunde sind ebenfalls kastriert.

Vor diesem Hintergrund wollen wir mit unserer Zusatzvereinbarung für Halter nicht-kastrierter Hunde Folgendes deutlich machen: Wer entgegen unserer Empfehlung mit seinem nicht-kastrierten Hund an der Ausbildung teilnimmt, haftet auch selbst für mögliche Ausfälle bei Läufigkeit. Er haftet ebenfalls selbst für den möglichen Abbruch der Ausbildung, sollte sich Aggressionsverhalten herausbilden. Außerdem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die Prüfung sich um ein Jahr verschiebt, sollte die Hündin genau in der Zeit läufig werden.