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Methoden in unserer Ausbildung

Zu den Säulen unserer Arbeit gehören der zielorientierte Einsatz, die Tellington-TTouch-Trainingsmethode und das Clickern. Diese drei wichtigsten unserer Methoden möchten wir an dieser Stelle kurz vorstellen.

Zielorientierter Einsatz

Neben der grundsätzlichen Auswahl der Methoden, die wir einsetzen, haben wir alle Details der BeThe-Ausbildung genau durchdacht. So bilden wir im Ergebnis ein TherapieBEGLEIThundeTeam aus und nicht, wie so häufig zu lesen ist, einen Therapiehund. Der Grund ist, dass eine effektive Therapie oder Schulung für uns maßgeblich vom zielorientierten Einsatz abhängt. Das Ziel legt der ausgebildete Therapeut oder Pädagoge fest. Der Hund BEGLEITET den Ablauf und wirkt unterstützend. Der Hund ist also eine sehr wertvolle Hilfe, wobei die Verantwortung immer beim Hundehalter liegt.

Das zielgerichtete Arbeiten liegt uns dabei am Herzen, denn nur so ist ein ergebnisorientiertes Vorgehen zu gewährleisten. Wir geben Hilfestellungen, damit die Teilnehmer lernen, Ziele zu formulieren und die Arbeit daraufhin in Teilstücke zu gliedern, um Fein- und Grobziele zu erreichen.

Das Team von Mensch und Hund ist für uns von zentraler Bedeutung – daher bilden wir TherapiebegleithundeTEAMs aus. Es ist uns wichtig, dass die Hunde in allen Schulungen anwesend sind. Dabei können die Tiere in jeder Unterrichtseinheit, auch bei den Theorieeinheiten, geschult werden, um sie auf ihren „Berufsalltag“ vorzubereiten. Dieser besteht auch immer aus Warte-Einheiten, und warten lernen ist für junge Hunde meist harte Arbeit. Außerdem entsteht so eine schöne Zeit für Mensch und Tier. Sie vertiefen ihre Beziehung und bereichern sie um neue Aspekte.

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Katja Krauß spricht bei Astro-TV über den Therapiebegleithund

Tellington-Methode

Eines der Fundamente der BeThe-Ausbildung ist die Philosophie der Tellington-TTouch-Trainings-Methode. Sie

  • würdigt die Tiere in ihrer Rolle als unsere Lehrer
  • macht uns die Bedeutung der Tiere in unserem Leben bewusst
  • unterstützt Harmonie, Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen Mensch und Tier sowie zwischen Mensch und Mensch
  • berücksichtigt den individuellen Lernprozess jedes Menschen und jedes Tieres
  • respektiert jedes Tier als Individuum
  • lehrt TTouch® als Kommunikationsmittel zwischen den Arten
  • arbeitet mit Tieren auf der Grundlage von Verständnis anstatt Dominanz

Die Integration der Tellington-Methode in die Ausbildung ist etwas Besonderes und unterscheidet BeThe von anderen Anbietern deutschlandweit. Deshalb möchten wir sie an dieser Stelle kurz umreißen. Grundlegend inspiriert durch ihr Studium bei Moshé Feldenkrais in den 1970er Jahren, entwickelte die Pferdefachfrau Linda Tellington-Jones eine Trainingsmethode, deren Aspekte Heilungsprozesse unterstützen und Stress und Angst bei Mensch und Tier überwinden helfen. Sie beruht auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Kooperation anstelle von Dominanz und Zwang.

Die Tellington-TTouch®-Körperarbeit hilft dem Individuum, physisch und psychisch ins Gleichgewicht zu kommen. Sanfte, ungewohnte Bewegungen und Berührungen steigern das Selbstbewusstsein, bauen Ängste ab, wecken Aufmerksamkeit, besänftigen Aggressionen und vertiefen die Beziehung zwischen Mensch und Tier, Mensch und Mensch und Tier und Tier.

Bei der Tellington-TTouch®-Bodenarbeit eröffnen speziell entwickelte Führtechniken und Bodenhindernisse Tier und Mensch die Möglichkeit, gewohnte Verhaltensmuster abzulegen und ohne Gewalt und Angst zu lernen. Dabei bauen sich Selbstkontrolle, Konzentration, Gleichgewicht und Vertrauen auf. Bewegungskoordination und Kooperation werden verbessert.

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Katja Krauß spricht bei Astro-TV über die Tellington-Methode

Clickertraining

Die dritte Säule unserer Arbeit ist das Clickertraining. Der präzise Click vereinfacht und beschleunigt einerseits das Hundetraining. Andererseits eröffnet das Clickern neue Ideen für den Umgang mit Patienten oder Schülern. Die Clickermethode ist Ende der neunziger Jahre in der deutschen Hundewelt etabliert worden. Inzwischen gibt es zum Glück fast keine Hundeschule und keinen Hundesportverein mehr, der nicht in irgendeiner Weise diese hervorragende Methode anwendet. Der Click wird auch Brückensignal genannt, da er die Ankündigung auf eine Belohnung darstellt. Damit wird es einfach, dem Hund zu signalisieren, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet oder das Ziel erreicht hat.

Clickern schult den Anwender zudem darin, sich auf das Positive zu konzentrieren, auf das, was er sehen möchte. Die Methode erzieht auch dazu, gesteckte Ziele in Teilschritte zu gliedern. Beide Punkte zeichnen einen guten Therapeuten oder Pädagogen aus. Drittens bedeutet Clickern Spaß pur. Es wird nur positiv gearbeitet. Die Clickermethode ist eine hervorragende Ergänzung der Tellington-Methode und wird in unserer Ausbildung stets in Kombination mit dieser eingesetzt.

Zielorientierter Einsatz, Tellington-Methode und Clickertraining können gleichermaßen mit Mensch und Hund durchgeführt werden. Mit etwas Phantasie eröffnet sich eine Fülle an Möglichkeiten im Einsatz des Berufsalltags eines Therapiebegleithundeteams.

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Katja Kraus spricht bei Astro-TV über das Clickertraining